Frage und Antwort mit Onkel Norbert – Vol. 1

Die häufigsten Fragen, die mir zu meiner Panamericana-Tour gestellt wurden (und die Antworten darauf)

Was kostet die Verschiffung?

Geld, Geld, Geld. Es geht immer nur ums Geld. Kein Mensch sorgt sich darum ob mich nicht eventuell die Malaria dahinraffen wird oder ich von einem tollwütigen Hund in den Hoden gebissen werde. Das wichtigste ist wie viel die Verschiffung meiner Bertl nach Kolumbien kostet. Aber ich habe verstanden Leute. Ich habe verstanden. Die Antwort lautet: Weiß ich noch nicht. Der Transport von Bertl von zu Hause nach Bremen in den Hafen kostet exklusive Versicherung EUR 200,-. Die Verschiffung inklusive aller Hafengebühren, Zollformalitäten etc. nochmal EUR 405,- und die Versicherung für die gesamte Wegstrecke nochmal EUR 25,-. Darauf kommen dann nochmal Hafengebühren in Kolumbien, deren Höhe ich aktuell nur grob abschätzen kann und die sich auf etwa USD 400,- belaufen werden. Alles in allem also knappe EUR 1.000,-. Dafür habe ich vor Ort mein eigenes Fahrzeug, brauche kein Geld für Taxis oder Busse auszugeben.

Wäre es nicht besser gewesen vor Ort einen Roller zu kaufen?

Das wäre es nicht. Erst einmal will ich mit einer alten Vespa reisen und nicht mit irgendeinem x-beliebigen Roller. In Südamerika gibt es aber nur 50 ccm Vespas (viel zu wenig) und dann erst wieder 150 ccm Roller. Mit meinem Führerschein darf ich aber nur 125 ccm fahren. Daran scheitert es eigentlich schon. Um es noch etwas komplizierter zu machen, legen einem die Behörden in Südamerika auch noch diverse bürokratische Steine in den Weg, wenn man dort als Ausländer ein Fahrzeug kaufen und dann in der Folge damit das Land verlassen möchte. Alles in allem ist es also der deutlich einfachere Weg, das eigene Fahrzeug zu verschiffen, was uns zum nächsten Punkt bringt.

Macht deine Vespa das alles mit?

Das will ich hoffen. Im www werden für eine Tour dieser Art prinzipiell mindestens 600 ccm für ein Zweirad empfohlen. Das entspricht mehr als vier Mal so viel Hubraum, wie ich tatsächlich habe. Die mache ich aber mit meinem guten Aussehen wett. Natürlich wäre es aber naiv zu glauben, dass es in Gänze ohne Schäden zugehen wird. Von meinem Ersatzrad und den Radschläuchen werde ich sicherlich mal Gebrauch machen müssen. Einen gerissenen Kupplungs- oder Bremszug hat es auch schneller als gedacht. Und bei allem was man über die Qualität des Sprits in manchen südamerikanischen Ländern liest, würde ich auch einen kaputten Kolben nicht ausschließen. Für alle vorgenannten Fälle hätte ich jedoch Ersatzteile und das nötige Werkzeug dabei und sollte eigentlich auch in der Lage sein die Reparaturen selber und an der „Unglücksstelle“ durchzuführen. Außerdem habe ich der guten einen Rennauspuff verpasst und habe die Utensilien dabei um den Vergaser auch für die fast 5.000 Meter hohen Pässe in Chile korrekt einzustellen.

Was passiert mit deiner Vespa wenn deine Tour vorbei ist?

Sehr gute Frage. Props gehen raus an Boppes, der diese Frage zum ersten Mal geäußert hat, gefolgt von vielen weiteren. Montevideo, Uruguay hat einen großen Hafen. Den Bauplan für meine Kiste habe ich meinem brillanten Gehirn abgespeichert und die Destination hängt vom Zustand meines Arsches im April 2020 ab. Entweder treten Bertl und ich die Heimreise an oder wir setzen über nach Afrika und machen den schwarzen Kontinent unsicher.

Weitere Fragen? Ich glaub das Ding hier hat dafür ne Kommentarfunktion…

2 Antworten zu “Frage und Antwort mit Onkel Norbert – Vol. 1”

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